Suchen und personalisiertes Finden

Wer im Internet etwas sucht, verwendet eine Suchmaschine – vielfach und aus guten Gründen die von Google. Die Ergebnisse einer Suche unterscheiden sich je nach verwendetem Anbieter. Google, Bing und Yahoo bewerten Seiten und deren Relevanz unterschiedlich, fördern demnach unterschiedliche Ergebnisse zu Tage. Die angezeigten Ergebnisse variieren jedoch nicht nur zwischen den Suchmaschinen, sondern auch zwischen den Suchenden und deren Situation. Der über die IP-Adresse oder ein GPS-Signal evidente Ort von dem aus man die Suchanfrage startet, beeinflusst das Ergebnis ebenso wie vorherige Suchen, die im Verlauf gespeichert sind. Auch Daten aus Sozialen Netzwerken fließen in den Filterprozess ein. Am Ende vieler Suchanfragen stehen maßgeschneiderte Suchergebnisse. Online-Händler Amazon verwendet dieses Vorgehen um Produkte an den Kunden zu bringen, die diesem mit hoher Wahrscheinlichkeit gefallen könnten.

Dieses Such-Vorgehen firmiert als personalisierte Suche und ist trotz vieler Vorteile nicht für jeden zweckmäßig. Die praktische Seite der Medaille: Man findet mit großer Wahrscheinlichkeit Ergebnisse, die den eigenen Vorlieben entsprechen. Auf der anderen Seite verschwinden relevante Informationen in den hinteren Ergebnisrängen. Es entsteht eine digitale Blase – die digital bubble. Mögliche Auswege sind Suchmaschinen wie DuckDuckGo oder ixquick, die persönliche Daten wie bisher besuchte Seiten nicht in die Auswahl der angezeigten Suchergebnisse miteinbeziehen. Die Änderung der Startseite im Browser ist schnell eingerichtet, nur mit dem vielbenutzen Suchfenster oben rechts im Browser ist es etwas komplizierter.

DuckDuckGo bietet Erweiterungen für Browser an. Mit diesen lässt sich die voreingestellte Suchmaschine umstellen. Wer weiß was er tut, kann für Safari auf dem Mac die Hosts-Datei hacken. Einfacher ist es mit einem kleinen Programm Yahoo! gegen DuckDuckGo zu tauschen. Für iOS ist dies – ohne einen Jailbreak – nicht möglich. Browser wie iCab Mobile haben die DuckDuckGo-Suche jedoch integriert. Eine vielfach augenöffnende Illustration dessen, was neben dem Verlauf der besuchten Internetseiten in die Google-Suchergebnisse einfließt, sind Googles Webprotokolle. Alle Suchanfragen die durchgeführt wurden, während man in eine Google-Konto eingeloggt war, werden aufgezeichnet. Eine Löschung der bisherigen Internetsuchen ist problemlos möglich.

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