Ein mysteriöser Fall: Nach dem Bereitstellen wurde eine Datei aus dem selbst-gehosteten Nextcloud-Share gelöscht und auch auf keinem der verbundenen Rechner mehr angezeigt. Allerdings war sie über das Webinterface der Nextcloud-Installation weiterhin zu sehen und auch der für den Sync zuständige Desktop-Client spuckte fleißig Fehlermeldungen aus. Allein schon aus ästhetischen Gründen musste dagegen vorgegangen werden.
Die Lösung besteht aus drei Schritten.
Im ersten Schritt verbindet man sich über einen FTP-Client mit dem Hosting und sucht darin den Nextcloud-Ordner, in diesem den Config-Ordner und in diesem die Datei config.php. Nun die config.php mit dem Editor der Wahl öffnen und folgende Änderungen vornehmen:
a) die Zeile ‘maintenance’ => false, ändern in ‘maintenance’ => true, so dass die Nextcloud-Installation in den Wartungsmodus versetzt wird.
b) die Zeile ‘filelocking.enabled’ => true, ändern in ‘filelocking.enabled’ => false, so dass das File Locking abgeschaltet wird. Sollte die Zeile nicht vorhanden sein, einfach ergänzen.
Nun diese beiden Änderungen an der Datei config.php speichern.
Im zweiten Schritt über den Browser in das Backend des Hostings einloggen und die zur Nextcloud-Installation gehörige Datenbank lokalisieren. Mittels phpmyadmin werden nun alle Einträge in oc_file_locks gelöscht.
Nun durch die Bearbeitung der beiden Zeilen in der config.php den Wartungsmodus wieder ausschalten und das File Locking wieder einschalten.
Über das Webinterface lässt sich die renitente Datei nun löschen. Fünf Minuten Gefrickel, aber Ordnung wieder hergestellt.
Eine ausführlichere und sehr verständliche Anleitung mit einem zweiten Weg findet sich auf der Seite von Lars Mielke. Der Mann hat hier auch gute Tipps zur Optimierung der Nextcloud.