Black Hammer / Justice League: Hammer of Justice! (Lemire/Walsh)


Das unverhoffte Aufeinandertreffen von Justice League und den gestrandeten Superhelden aus Spiral City führt zusammen, was zusammengehört: Vorbild und Hommage – oder wie Lemire es sieht: Kommentar. Ein paar Seiten lang ist es schön zu erleben, wie die Teams einander ent- und widersprechen, dann verliert die durchschaubare Geschichte ihren Schub. Wenn Lemire in einem 1980er-Starro-Setting aufmacht, ist eben Mxyzptlk nicht weit.

Dafür, dass ein Dreiteiler auf fünf Ausgaben ausgewalzt – und Zatanna, Bizarro und Spectre hineingepresst – wird, entschädigen liebevolle Details. Beispielsweise, dass der Übergang vom freiheitlichen Dark-Horse- in das politisch-korrekte DC-Universum mit dem Verlust der unzensierten Sprache einhergeht. Dass die JLA eher wirkt wie eine Bande von Nazis, die es vorrangig auf den (Macht-)Erhalt des Status Quo, denn das Herstellten von Gerechtigkeit im Sinn hat, schafft indes keine Nähe.

Das Artwork von Michael Walsh lässt über weite Strecken Sorgfalt oder Ausdruck vermissen. Fahrigkeit ist eben keine schöne Rohheit. Sie unterstreicht das Gefühl, das den Leser bald beschleicht: Man vertreibt sich die Zeit mit einem potenziell kraftvollen aber schließlich folgenlosem Cross-Over, der hier und da Fan-Service leistet, aber am viel zu spät eintretenden Ende nur Achselzucken hervorruft.

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