Black Hammer: Age of Doom 1-12 (Lemire/Ormston & Tomaso)


Schön fängt es an, als stolperte man unverhofft in die Originalserie hinein. Schnell macht Jeff Lemire klar, wo es hingehen soll. Dann verliert alles an Fahrt und wird zu einer Reise im Schneckentempo durch das zähe Kaugummiland. Was sich locker in fünf Ausgaben erzählen ließe – wobei Lemire schon beim Fünfteiler BlackHammer/Justice League ins Schlingern gerät – wird hier auf zwölf Ausgaben für insgesamt 40 US-Dollar aufgeblasen.

Während das Gros der Geschichte trotz vieler inhaltlicher Schleifen und einer viel zu früh preisgegebenen Pointe dank des Artworks von Dean Ormston zumindest ansehnlich ist, sind die von Rich Tomaso ‚gestalteten‘ Ausgaben, in denen sich Lemire dann zudem beim Animal-Man-Grant-Morrison bedient, eine Frechheit. Die Krönung der Geschmacklosigkeit ist das Variant-Cover von Michel Fiffe, das beim Hinsehen schlicht Übelkeit erregt.

Es ist weder spannend, noch berührend, noch interessant zu verfolgen, wie die Ex-Superhelden versuchen ihrem Gefängnis zu entfliehen, nur um nach dem Entfliehen mitansehen zu müssen, wie sie sich nach der heilen Welt, die ihr Kerker in der Rückschau für sie war, zurücksehnen. Aber immerhin in weiten Teilen hübsch anzusehen.

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